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Haferkur

Wirkung von Hafer
Hafer ist reich an Kohlenhydraten, gibt uns also viel Energie – dabei hat er jedoch einen vergleichsweise geringen glykämischen Index. Das bedeutet: Beim Verzehr von Hafer (Ha-ferflocken, Haferkleie) steigt der Blutzuckerspiegel nur langsam an und nicht so stark. Das Beta-Glucan, ein Ballaststoff im Hafer, wirkt regulierend auf den Blutzuckerspiegel und auch auf den Fettstoffwechsel: Hafer kann die Cholesterinwerte senken.

  • Ein Hafertag pro Woche empfiehlt sich im Fall einer Insulinresistenz.

  • Zu Beginn einer Ernährungsumstellung, besonders bei Fettleber (Esteatose) und/oder Diabetes mellitus Typ 2, ist eine mehrtägige Haferkur von 3 oder 4 Tagen sinnvoll.

Wichtige Anmerkungen zur Haferkur

  • An den Therapietagen dürfen die Haferflocken (egal ob grob oder zart ) nur mit Wasser oder fettfreier Bouillon (egal ob heiß oder kalt) zubereitet werden.

  • Die Beigabe von Gemüse/Früchten dient der geschmacklichen Abwechslung.

  • Es ist sehr wichtig, während der drei Tage die angegeben Mengen der Haferflocken keinesfalls zu überschreiten, möglichst aber auch nicht zu unterschreiten.

  • Wer durchhält, kann die Kur um einen 4. Hafertag verlängern.

  • Die Wirkung hält um die 6 Wochen an. Anschließend kann die Kur wiederholt werden.

  • Bitte mindestens 2 Liter kalorienfreie Flüssigkeit am Tag trinken (Wasser, Tee, max. 3 Tassen schwarzer Kaffee).

  • Diabetes-Medikation nach ärztlicher Absprache anpassen. Wer Insulin spritzt, muss i. d. R. während der Kur die Dosis reduzieren (Daumenregel: halbieren).

  • Eine Haferkur wie auch eine Ernährungsumstellung sollte immer mit dem Hausarzt oder einer Ernährungsfachkraft besprochen werden.

Ernährungsplan 1. - 3. Tag

Frühstück
75 g Haferflocken

Mittagessen
75 g Haferflocken

Abendessen
75 g Haferflocken
Zubereitung

Zubereitung
Die Haferflocken mit 300 bis 500 ml Wasser oder fettfreier Brühe kurz aufkochen und ca. 5 Minuten mit geschlossenem Deckel quellen lassen. Nach Geschmack mit Kräutern, Zwiebeln, Gemüse oder Beeren (s. u.) verfeinern. Wer aufs Kochen verzichten will, der lässt die Haferflocken in kaltem Wasser quellen (am besten einige Stunden; mindestens 30 Minuten). Wer den nussigen Geschmack betonen will, kann die Flocken vor der weiteren Verarbeitung in einer trockenen Pfanne leicht anbräunen.

Pro Tag zusätzlich erlaubt:

  • 50 g Erdbeeren, Blaubeeren oder Himbeeren

  • 100 g Gemüse (wie Lauch, Brokkoli, Zucchini – kein Mais) oder Pilze

  • Zwiebeln, Knoblauch

  • Kräuter und Gewürze (Petersilie, Thymian, Minze, Zimt, abgeriebene Zitronenschale ...)

  • etwas Zitronen-/Limettensaft oder sehr sparsam Salz

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